Dendritische Zellen

28. Oktober 2014
12 Besucher

Die dendritische Zelle als besonderes Leukozyt

In der Regel bestehen dendritische Zellen als antigen-präsentierende Teilchen im Organismus des Menschen. Als spezielle Form der weißen Blutkörperchen besitzen sie auf ihrer Oberfläche besondere Moleküle, die der T-Zell-Aktivierung dienen.

Die Aufgabe dieser Zellen besteht in der Erzeugung und dem Präsentieren von Antigenen. Befindet sich im Immunsystem ein Fremdkörper, identifizieren die intrazellulären Strukturen diesen. Bei den fremden Erregern handelt es sich beispielsweise um Bakterien, Pilze oder Mikro-Organismen.

dentrische immunzellen

 [hr style=”single”]

Die Definition der dendritischen Zelle

Dendritische Zellen befinden sich innerhalb des Immunsystems. Diese Art der Teilchen gliedert sich in unterschiedliche Typen. Diese entstehen aus Monozyten. Ebenso stellt die Entwicklung aus B- und T-Vorläuferzellen eine mögliche Entstehung dar. Demnach verbindet diese Teilchen eine entfernte Zellverwandtschaft. Ihren Namen “dendritische Zellen” verdanken sie ihrer Funktion.

Dendritische Zellen gehören zu den einzigen Zelltypen, die eine sofortige Immunantwort auslösen. Dafür sorgen sie für das Aktivieren naiver T-Zellen.

Laut neuester Forschungen arbeiten diese Zellen nicht ausschließlich mit T-Zellen zusammen. Sie interagieren auch mit den beiden anderen Lymphozyten-Arten. Diese zeigen sich in Form der natürlichen Killerzellen und der B-Zellen. Demnach zählen dendritische Zellen zu den professionellen, antigen-präsentierenden Zellen innerhalb des Immunsystems. Weitere dieser Art sind:

 

Das Aussehen und die Reifung dieser Zellen

Eine unreife dendritische Zelle besitzt ein sternförmiges Äußeres. Die daran befindlichen Fortsätze bestehen aus Zytoplasma und nennen sich Dendriten. Die reife Zelle unterliegt mit ihren Fortsätzen einer stetigen Bewegung. Dies erlaubt ihnen, Antikörper aus dem Plasma abzufangen. Mit dem zunehmenden Alter der Zelle weichen die Dendriten zu schleierartigen Membranfalten. Früher trugen sie den Namen Schleierzellen.

 

Die Einteilung dieser Zellart

Die dendritischen Zellen unterscheiden sich aufgrund ihres Aussehens und der Merkmale auf ihrer Oberfläche. Fachleute nennen diese Merkmale Cluster of Differentiation. Die zwei Formen dieser Zellen bestehen in myeloiden und plasmazytoiden dendritischen Zellen. Dabei besteht bei den Myeloiden eine Ähnlichkeit mit den Monozyten. Die Plasmazytoide sehen aus wie Plasmazellen.

Eine weitere Einteilung dieser Zellen erfolgt in die Zelltypen. Dazu gehören die follikulären dendritischen Retikulum-Zellen, die Langhans-Zellen und die inter-digitierenden dendritischen Retikulum-Zellen. Letztere existieren vorwiegend in dem lymphatischen Gewebe. Dagegen befinden sich die Langhans-Zellen in der Epidermis genannten Oberhaut.

 

Die exakte Funktion dieser Zellen

Ihre Funktion nehmen die dendritischen Zellen im Immunsystem auf. Hier sorgen sie für das stetige Überwachen des Gewebes. Extrazelluläre Teilchen verschlingt die dendritische Zelle durch Phagozytose oder Endozytose. Anschließend identifizieren sie die Fremdkörper und melden diese dem Immunsystem.

Als Peptide kommen die Bestandteile der Antigene auf die Oberfläche der Zelle. Hierbei gilt es als irrelevant, ob die Fremdkörper als Proteine oder Mikro-Organismen auftreten. Kommt die dendritische Zelle mit einem Antigen in Kontakt, verlässt sie das Gewebe. Sie migriert in einen neuen Lymphknoten. Hier schließt sie sich mit einer T-Zelle zusammen und induziert eine spezifische Immunantwort.

Des Weiteren vermeidet die dendritische Zelle Autoimmun-Reaktionen. Dafür sorgt sie für eine immunologische Toleranz, die sich auf die Selbstantigene bezieht. Ihre Aufgabe besteht im Erkennen körpereigener Zellteile. Liegt im Organismus keine Infektion vor, stimuliert die dendritische Zelle die T-Zellen. Dabei kommt es zu einer Apoptose, einer Anergie oder dem Entwickeln von regulatorischen T-Zellen. Selbstreaktive T-Zellen entfernen diese Zelltypen von den peripheren Lymphozyten.

 

Die dendritische Zelle und die Leukozyten

Dendritische Zellen gehören zu den Leukozyten. Die weißen Blutkörperchen befassen sich mit der Bekämpfung von unverträglichen Stoffen. Als mögliche Erreger zeigen sich neben Viren und Giften auch Tumorzellen und Einzeller. Die Leukozyten unterteilen sich in verschiedene Gattungen. Dabei zählt die dendritische Zelle zu dem zur Phagozytose fähigen Zelltyp. Als Fresszelle nimmt sie das Fremdmaterial in sich auf.

Bei der dendritischen Zelle handelt es sich um eine bestimmte Art der weißen Blutkörperchen. Dieser Zelltyp gliedert sich abhängig von dem Aussehen und der Merkmale auf der Zelloberfläche in verschiedene Formen. Die Aufnahme und Vernichtung von im Körper befindlichen Fremdkörpern gehört zu den Aufgaben dieser Zellen.

 

© fotoliaxrender – Fotolia.com

weitere Infos:

http://www.immuntherapie.com/krebsimpfung0.html  (Dentrische Zellen bei der Krebsbekämpfung)

Most from this category