Monozyten

Monozyten gehören zu den Leukozyten, den weißen Blutkörperchen. Sie sind zwischen vier bis 13 Prozent darin enthalten und sind die größten Zellen. Monozyten haben nur eine Lebensdauer von circa ein bis drei Tagen.blutwerte

Monozyten – die Fresszellen des Immunsystems

Monozyten

Monozyten

Monozyten leben nur 3 Tage, danach wandeln sie sich in in sogenannte Fresszellen, die Makrophagen, um und leben nochmals mehrere Wochen weiter. In dieser Gestalt übernehmen sie eine wichtige Funktion bei der Immunabwehr, da sie nicht körperliche Eindringlinge sozusagen “auffressen”.

Bei den meisten Infektionskrankheiten, genauso wie bei Entzündungen ist eine erhöhte Anzahl der Monozyten festzustellen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Blutes.

Die Monozyten bewegen sich nicht lange im Blutkreislauf. Sie dringen sehr schnell in die körpereigenen Gewebe ein. Dort wandeln sie sich dann in Makrophagen um. Denn im Gewebe sind sie für die Immunabwehr sehr wichtig.

Dort kommen sie mit den verschiedensten Krankheitserregern in Kontakt, noch bevor eine Krankheit ausbricht. Sie helfen dabei, dass diese Krankheitserreger aufgehalten und vernichtet werden. Bei der Körperabwehr von Krankheitserregern spricht man von der spezifischen und der unspezifischen Abwehr.

Wie Monozyten jagen

Viele der Erreger werden von den Monozyten regelrecht aufgefressen und somit unschädlich für den Körper gemacht. Bei diesem Vorgang wird von einer unspezifischen Abwehr gesprochen. Nebenbei sind die Monozyten aber auch an der sogenannten spezifischen Abwehr beteiligt. Sie nehmen nämlich gleichzeitig Teile der Erreger auf Ihrer Oberfläche auf. So werden sie für andere Abwehrzellen im Gewebe erst erkenntlich gemacht.

Sie präsentieren die Erreger sozusagen auf dem Präsentierteller. Dadurch wird im Körper die Bildung von notwendigen Antikörpern angeregt. Diese können dann die Krankheitskeime vernichten und so den Ausbruch einer Krankheit rechtzeitig verhindern oder beenden.

Die Makrophagen sind außerdem dafür zuständig, dass sie Zelltrümer aufnehmen. Auch das LDL-Cholesterin und andere Stoffe, die mit dem Blut transportiert werden, werden in das Zellinnere aufgenommen.

Monozyten erhöht?

Eine erhöhte Anzahl von Monozyten deutet in den meisten Fällen auf eine Infektion hin. Denn der Körper produziert dann automatisch mehr Monozyten, um sich gegen die Infektion zur Wehr zu setzen.

Eine beispielhafte Infektion ist beispielsweise Malaria. Aber auch bei verschiedenen Autoimmunkrankheiten und bei manchen Krebsarten kann es sein, dass die Monozytenanzahl erhöht ist. So sprechen erhöhte Monozyten in manchen Fällen für Morbus Crohn oder eine Form von Leukämie. In jedem Fall muss die Ursache abgeklärt werden.

Manchmal ist auch eine Krankheit dafür verantwortlich, die vergleichsweise ungefährlich ist und manchmal sogar gar nicht wahrgenommen wird. Zu den häufigsten Erkrankungen, bei denen die Monozyten betroffen sind gehört beispielsweise das Pfeiffersches Drüsenfieber, auch als Young People Kissing Attack bekannt, und in Ärztekreisen Mononukleose genannt. Diese Erkrankung wird manchmal erst später diagnostiziert, weil das Krankheitsbild sehr unterschiedlich und mitunter sehr mild verlaufen kann.

Monozyten im Blick des Mediziners

Um Krankheiten ausschließen zu können und zu ermitteln woher die erhöhte Monozytenanzahl kommt muss das gesamte Blutbild beachtet werden.

Scheinbar erhöhte Wert sollten einen daher nicht gleich beunruhigen. Zumal die Werte auch saisonal und tageszeitlich schwanken können. Man sollte sich das Ergebnis auf jeden Fall von einem Arzt erklären lassen und gegebenenfalls auf eine Wiederholung des Testes bestehen um so auf Nummer sicher zu gehen.

Die Höhe der Monozyten

Bei optimalen Bedingungen spricht man von einer normalen Monozytenanzahl von 0,2 bis 0,8 Tausend/µl. Wenn nur die Monozyten erhöht sind, die anderen Werte aber im Normalbereich liegen, so geht der Arzt meistens davon aus, dass sich der Körper gerade erholt. Monozyten werden generell immer im Differenzalblutbild bestimmt.

Zu wenig Monozyten im Blut gibt es nur sehr selten. Da die Anzahl der Monozyten sowieso nur vergleichsweise gering ist, ist eine Verringerung auch kaum nachweisbar. Ursachen dafür können beispielsweise Erkrankungen des blutbildenden Systems sein. Bei einer Haarzellleukämie etwa, wird die Bildung von zellulären Kompartimenten, zu denen auch die Monozyten gehören, verringert. Allerdings sind dann generell alle Leukozyten verringert und nicht nur die Monozyten.