Leukozytenanstieg

Wie kommt es zu einem Leukozytenanstieg?

Bei den Leukozyten handelt es sich um die weißen Blutkörperchen im menschlichen Körper. Sie unterteilen sich in drei Unterkategorien und kümmern sich innerhalb des Organismus um die Vernichtung von Antigenen. Leiden die Patienten unter einem Leukozytenanstieg, sprechen die Mediziner von einer Leukozytose. Hierbei steigt die Konzentration der weißen Blutzellen über die Normgrenze von 4.000 bis 10.000 Stück in einem Mikroliter Blut. Für die Erkrankung kommen mehrere Ursachen infrage. Beispielsweise leiden die Betroffenen an einer bakteriellen Infektion oder Krebs.

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Was bedeutet die Leukozytose?

Unter dem Begriff Leukozytose verstehen die Ärzte einen Leukozytenanstieg, der über den durchschnittlichen Wert hinausgeht. Bei einem erwachsenen Menschen liegt ein erhöhter Spiegel der weißen Blutkörperchen bei mehr als 10.000 Blutzellen je Mikroliter Blut. Speziell bei einer Infektion innerhalb des Körpers vermehren sich die Leukozyten, um die Fremdstoffe zu bekämpfen. Des Weiteren führt eine Fehlfunktion des Rückenmarks zu einer Überproduktion der weißen Blutkörperchen. Eine symptomatische und reaktive Steigerung der Leukozyten entsteht zudem durch Krebs.

Was stellt ein Leukozytenanstieg dar?

Besser unter dem Fachbegriff Leukozytose bekannt, bezeichnet der Leukozytenanstieg eine Steigung der Anzahl weißer Blutzellen im Blut. Dabei treten verschiedene Formen des Phänomens auf. Die Ärzte unterscheiden zwischen:

  • einer akuten,
  • einer chronischen,
  • einer kurzfristigen
  • oder langfristigen Veränderung der Leukozytenzahl.

Bei der Erkrankung existieren in der Regel ausschließlich unspezifische Ursachen. Beispielsweise verändert sich das Blutbild eines Patienten bereits bei einer bakteriellen Infektion. Die Merkmale einer Leukozytose bemerken die Mediziner bei dem Erstellen eines Differenzial-Blutbilds. Sie erkennen, welche Art der weißen Blutzellen sich vermehrten. Aufgrund dieser Information besteht die Möglichkeit, gewisse Krankheiten aus der Diagnose auszuschließen.

Wann es sich um einen Leukozytenanstieg handelt, hängt von den individuellen Werten der Patienten ab. Bei Männern und Frauen zeigt sich die durchschnittliche Anzahl der weißen Blutkörperchen unterschiedlich. Beispielsweise verfügen weibliche Betroffene in der Regel über einen niedrigeren Leukozytenspiegel.

Welche Ursachen bedingen die Leukozytose?

Für einen Leukozytenanstieg kommen mehrere Gründe infrage. Dabei hängt die Anzahl der weißen Blutzellen von verschiedenen Zellprozessen ab. Aufgrund der jeweiligen Leukozytenart unterteilen die Wissenschaftler die Leukozytosen in:

  • Lymphozytosen,
  • Neutrophilien,
  • Basophilien,
  • Monozytosen
  • und Eosinophilien.

Abhängig von der Form des vorliegenden Leukozytenanstiegs schließen die Experten auf die Ursache. Zu den häufigsten Gründen für den Anstieg der Anzahl weißer Blutzellen gehören eine Tumorbildung, infektiöse Erkrankungen und eine beginnende Leukämie.

Speziell bei Menschen mit einem regulär erhöhten Leukozytenwert steigt die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung. Zu diesem Schluss kommt die „Blue Mountains Eye Study“ des Wissenschaftlers Anoop Shankar von der in Singapur befindlichen „Nationalen Universität“. Die Daten der Untersuchung ergeben eine Assoziation zwischen der von Krebs verursachten Sterblichkeit und der Leukozytenzahl.

Des Weiteren bedingen Entzündungen im Körper einen Leukozytenanstieg. Zu diesen gehört beispielsweise die Reizung der Galle oder des Blinddarms. Für eine kurzzeitig erhöhte Zahl der weißen Blutkörperchen sorgen schwer verdauliche Speisen. Hierbei sprechen die Ärzte von einer Verdauungs-Leukozytose.

 

Welche Symptome weisen auf die Leukozytose hin?

Bei einem Leukozytenanstieg weisen die Betroffenen spezifische Merkmale auf. Vorwiegend bemerken die Patienten eine erhöhte Temperatur sowie ein stetiges Schwächegefühl. Speziell bei einem durch eine Entzündung hervorgerufenen Leukozytenanstieg entsteht das Fieber als Begleit-Erscheinung. Kommt es zu einer akuten Leukozytose, treten unter Umständen allgemeine Krankheitszeichen auf. Abhängig von der jeweiligen Ursache variieren die Symptome.

Bei einer starken Leukozytose steigen die Werte auf mehr als 50.000 weiße Blutzellen in einem Mikroliter Blut. Ab dieser Zahl gilt der Leukozytenanstieg als Marker für eine beginnende Erkrankung durch den Blutkrebs. Des Weiteren deutet der hohe Anstieg der weißen Blutkörperchen auf einen Tumor oder eine Tuberkulose.

 

Wie erfolgen Diagnose und Behandlung?

Neben der Diagnose über die Blutbildanalyse nutzen die Mediziner eine Knochenmarksbiopsie. Auf diese Weise versuchen sie, den Grund für die Überproduktion der Leukozyten zu ermitteln. Bevor sich eine Therapie als möglich erweist, klären die Ärzte die Art der betroffenen Blutzellen ab. Nicht in jedem Fall besteht die Notwendigkeit einer Behandlung. Bei einer reaktiven Leukozytose reguliert sich der Wert der weißen Blutkörperchen in der Regel von allein.

Treten schwerwiegende Symptome auf, orientieren sich die Experten bei der Behandlung an den Anzeichen. Hierbei entscheiden sie aufgrund der Beschwerden über eine medikamentöse oder eine operative Therapie. Vorwiegend bei einer Leukämie steht das Entfernen des Leukozyten-Ungleichgewichts im Mittelpunkt. Dafür benötigen die Patienten eine Blutplasma-Übertragung oder eine Spende von Knochenmark.

 

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