Leukozyten im Urin

aktualisiert 05.11.2014: Anna Nilsson, med. Kontrolle K.Dittrich

Medical test-tube with blood samples

Indikator erhöhte Anzahl Weiße Blutkörperchen

Der Nachweis von Leukozyten im Urin gibt den Wert an. Der richtige Wert ist wichtig, den Leukozyten kontrollieren unser Blut auf das Eindringen von unterschiedlichsten Erregern, wenn Keime, Bakterien oder Parasiten in unseren Blutkreislauf eindringen, sorgen Leukozyten für desen Abwehr.

Nachweis der Leukozyten im Urin

Um das festzustellen, gibt es in der Medizin bestimmte Werte, die festlegen wann Leukozyten im Urin krankhafter Natur sind. Eine bestimmte Anzahl von Leukozyten im Urin ist jedoch völlig normal. Um das herauszufinden bedienen sich Mediziner unterschiedlicher Verfahren, wie dem Urinsediment oder dem Urin-Streifen-Schnelltest.

blutwerte

Der Urin-Streifen-Schnelltest bei Leukozyten im Urin

Bei diesem Test liegt der Normwert bei bis zu zehn Leukozyten im Urin. Werden jedoch mehr als zehn Leukozyten im Urin festgestellt, kann es sich bereits um eine krankhafte Veränderung handeln. Bei dem Urin-Streifen-Schnelltest wird ein Teststreifen in den Urin gehalten. Die Anzahl von Leukozyten im Urin lässt sich dann anhand der Verfärbung des Teststreifens feststellen.

Urinsediment um Leukozyten im Urin festzustellen

Hierbei handelt es sich um eine mikroskopische Untersuchung des Urins. Wenn mehr als 5 Leukozyten pro Gesichtsfeld zu erkennen sind, dann wird ebenfalls von einer Erkrankung ausgegangen. Diese Untersuchung lässt auch direkt erkennen, welche Zusammensetzung im Bereich Kristalle, Bakterien oder Hefen der Urin aufweist. Das unterstützt wiederum die Diagnosefindung. Wenn im Urin beispielsweise Zylinderzellen vorhanden sind, dann handelt es sich in den meisten Fällen um eine Entzündung des Nierengewebes.

Eiterharn

Wenn es sich um die Erkrankung namens Pyurie handelt, dann befinden sich so viele Leukozyten im Urin, dass der Urin schon wolkig-trüb erscheint und neblige Schlieren bildet. Der Geruch des Urins ist hierbei ekelerregend und scharf. Hinter dieser Pyurie, auch als Eiterharn bezeichnet, verbirgt sich häufig eine scherwiegende Harnwegsentzündung, wie zum Beispiel eine Nierenbeckenentzündung, eine Blasenentzündung oder eine Nierenentzündung.

Weitere Symptome von Leukozyten im Urin

Um herauszufinden, warum Leukozyten im Urin vermehrt vorkommen, wird auch bei der Laboruntersuchung danach geschaut, ob im Urin auch andere Keine, Bakterien oder Zellen vorhanden sind. Meist leiden Betroffene auch unter Flankenschmerzen, oder Schmerzen beim Wasserlassen. Auch der Geruch und das Aussehen des Urins können Aufschluss über die Krankheit geben.

Leukozyten und Blut im Urin

Bei manchen Krankheiten befindet sich neben den Leukozyten auch Blut im Urin. Wenn das Blut dabei nur mit dem Mikroskop erkennbar ist bezeichnet man das als Mikrohämaturie und wenn das Blut mit dem bloßen Auge erkennbar ist, um Makrohämaturie. Wenn Blut und Leukozyten im Urin vorkommen, dann handelt es ich in der Regel um eine Entzündung vom Nierenbecken, von der Niere oder von der Blase. Und in manchen Fällen um eine Nierentuberkulose. Wenn bei der Untersuchung festgestellt wird, dass bestimmte Bakterien fehlen, dann sollte auf Nierensteine, Harnwegs-Tumore oder Nierentumore untersucht werden.

Leukozyten mit und ohne Bakterien

Leukozyten im Urin gibt es sowohl mit und ohne Bakterien. Wenn Bakterien und Leukozyten im Urin vorkommen, dann handelt es sich meist um Entzündungen der unteren oder oberen Harnwege, wie der Harnröhre, Blase, Harnleiter und dem Nierenbecken.

In manchen Fällen kann es sich jedoch um die Geschlechtskrankheit Tripper. Häufig sind Darmbakterien im Urin, insbesondere bei Frauen, da sie dort viel schneller in die Harnwege gelangen können. Eher selten kommen Pilze, Einzeller oder andere Mikroorganismen im Urin vor. Wenn Leukozyten ohne Bakterien im Harn auftreten, dann handelt es sich um eine abakterielle Leukozyturie. Diese kommt bei Blasen- oder Nierentumoren vor, sowie bei Nierenschädigungen, Prostataentzündungen oder Nieren- und Blasensteinen.

Beschwerden:

Die meisten suchen erst dann einen Arzt auf, wenn zu dem trüb aussehenden Urin noch andere Begleiterscheinungen dazu kommen. Bei einer klassischen Harnwegsentzündung treten meist Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen auf, sowie das ständige Gefühl zur Toilette zu müssen.

Wenn sich diese Blasentzündung zu einer Nierenbeckenentzündung entwickelt, dann können zu den bereits erwähnten Symptomen auch Schüttelfrost und Fieber dazukommen. Frauen erkranken an Entzündungen der ableitenden Harnwege deutlich häufiger als Männer. Zu den Schmerzen treten bei einer Blasenentzündung auch häufig Bauchschmerzen im unteren Bereich auf. Bei Flankenschmerzen oder Rückenschmerzen besteht jedoch eher der Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung, oder andere Erkrankungen der Niere.