Zunahme der eosinophilen Granulozyten

Wie kommt es zu einer Eosinophilie?

Eine Eosinophilie bezeichnet die Zunahme der eosinophilen Granulozyten. Dieser Effekt besteht als eine besondere Form der Granulozytose. Es existieren diverse Ursachen für das Phänomen. Allergien führen ebenso zu einer Zunahme der eosinophilen Granulozyten wie die Einnahme von Medikamenten. Der normale Referenzbereich dieser Form der weißen Blutzellen liegt bei eins bis vier Prozent aller Leukozyten. Das entspricht 50 bis 250 eosinophile Granulozyten in einem Mikroliter Blut. Liegt die Zahl dieser Zellen über 300 Stück pro Mikroliter Blut, sprechen die Mediziner von einer leichten Eosinophilie.

Bildung im Blut

Blutkörperchen © royaltystockphoto – Fotolia.com

 

Warum braucht der Körper eosinophile Granulozyten?

Die eosinophilen Granulozyten nehmen innerhalb des Körpers einen wichtigen Stellenwert ein. Sie helfen, allergische Reaktionen zu steuern. Zudem erhalten sie bei der Bekämpfung von Parasiten eine hohe Priorität. Um die Anzahl dieser weißen Blutkörperchen zu überprüfen, erstellen die Ärzte ein Differenzial-Blutbild. Hierfür brauchen sie eine Blutprobe des Patienten.

In der Regel machen die eosinophilen Granulozyten bis zu vier Prozent der weißen Blutzellen aus. Ihre Anzahl variiert zwischen 50 und 250 Zellen pro Mikroliter Blut. Hierbei spielt der im Labor angegebene Referenzwert eine tragende Rolle. In dem Differenzial-Blutbild erkennt der Mediziner die Zunahme der eosinophilen Granulozyten ohne Probleme. Liegt deren Zahl weit oberhalb des Normwerts, leiden die betroffenen Patienten unter einer Eosinophilie. Das Gegenteil dieser Störung nennt sich Eosinopenie.

Was ist die Eosinophilie?

Das Synonym für die Eosinophilie lautet eosinophile Granulozytose. In der Hämatologie bedeutet der Fachbegriff eine Zunahme der eosinophilen Granulozyten innerhalb des peripheren Bluts. In der Regel tritt die Eosinophilie im Zusammenhang mit einer Basophilie auf. Diesen Begriff verwenden die Ärzte, um eine Vermehrung der basophilen Granulozyten zu beschreiben. Auch diese Erkrankung zählt zu der Kategorie der Granulozytose.

 

Welche Ursachen kommen infrage?

Für eine Vermehrung der eosinophilen Granulozyten kommen zahlreiche Faktoren als Ursache in Betracht. Vorwiegend sorgen allergische Reaktionen für die Zunahme dieser weißen Blutzellen. Die eosinophilen Granulozyten unterstützen den Körper bei allergischen Reaktionen gegen die Reaktionsquelle. Sieht der Organismus einen Fremdstoff als Gefahr an, kommt es zu einer Erhöhung der eosinophilen Granulozyten. Im Rahmen dieser Granulozytose produziert der Körper verstärkt diese Zellen.

Mögliche Allergien, welche diese Reaktion hervorrufen, zeigen sich in Form der:

  • Urtikaria,
  • Asthma bronchiale
  • und der allergischen Vaskulitis.

Parasitosen führen ebenfalls zu einer erhöhten Konzentration der eosinophilen Granulozyten. Der Fachbegriff steht für Erkrankungen, die verschiedene Parasiten auslösen. Ein bekanntes Beispiel stellt die Malaria dar. Für eine Erhöhung der eosinophilen Granulozyten sorgt die Trichinose. Hierbei befallen die Viren Trichinella spiralis den menschlichen Körper. Des Weiteren führt ein Helminthen-Befall zu einer Eosinophilie.

Die Einnahme von Medikamenten beeinflusst ebenfalls die Konzentration der eosinophilen Granulozyten. Eine Studie aus dem Jahr 2012 zeigt die Eosinophilie als Biomarker zu einer Kortisontherapie-Steuerung. Des Weiteren kommt es bei der häufigen Einnahme von ASS zu dieser Form der Granulozytose. Die Acetyl-Salicylsäure erhöht die Konzentration aller Granulozyten-Arten. Penicillin wirkt sich ähnlich auf den menschlichen Körper aus.

Autoimmun-Erkrankungen sorgen für eine Eosinophilie

Einen weiteren Grund für die Vermehrung der eosinophilen Granulozyten stellen die Autoimmun-Krankheiten dar. Hierbei erkennen die Zellen körpereigenes Gewebe als Fremdstoff an. Das löst in einigen Fällen allergische Reaktionen aus. Erkrankungen, die zu einer Eosinophilie führen, sind:

  • das Sjögren-Syndrom,
  • Sklerodermie (Darrsucht),
  • das Churg-Strauss-Syndrom
  • und die rheumatische Arthritis (Arthritis rheumatica).

Daneben zählen die Dermatosen zu den Ursachen einer Eosinophilie. Vorwiegend verschulden die Pemphigus vulgaris sowie die Psoriasis die Vermehrung der besonderen Leukozyten. Malignome beeinflussen im gleichen Fall die Konzentration der eosinophilen Granulozyten. Hierbei spielen das Non-Hodgkin-Lymphom, das Hodgkin-Lymphom und die metastasierenden Karzinome eine Rolle. Zusätzlich gehört die chronische myeloische Leukämie in diesen Bereich.

Eine hormonale Dysregulation verursacht ebenso die plötzliche Steigerung der eosinophilen Granulozyten. Zu diesen Störungen zählen beispielsweise Morbus Addison und die Thyreotoxikose. Weiterhin entsteht die Eosinophilie bei zahlreichen Infektions-Krankheiten. Hierbei stellt sie ein Zeichen der Rekonvaleszenz dar. Bei den Masern oder bei Scharlach tritt die Vermehrung der eosinophilen Granulozyten innerhalb der Inkubationszeit auf.

Die Steigerung der eosinophilen Granulozyten zusammengefasst

Kommt es zu einer Zunahme der eosinophilen Granulozyten, sprechen die Mediziner von einer Eosinophilie. Hierbei steigt die Konzentration dieser weißen Blutzellen über den normalen Wert. Das bedeutet, dass sich in einem Mikroliter Blut mehr als 50 bis 250 eosinophile Granulozyten befinden. Als Ursachen kommen verschiedene Erkrankungen infrage. Jedoch führt auch die Einnahme von Medikamenten zu einer veränderten Konzentration dieser Granulozyten-Art.

 

weiterführend:

http://flexikon.doccheck.com/de/Eosinophilie

http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2012/09-2012-03-eosinophilie-copd.htm

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